Landschaftsgestaltung

Da sich Gartengestaltung und Landschaftgestaltung trotz unterschiedlicher Arbeitsbereiche ähnlicher Elemente bedienen und sich oftmals ergänzen. Hier einige Worte zur Landschaftsgestaltung, Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur:

Landschaftsgestaltung Landschaftsplanung Landschaftsarchitektur

Landschaftsgestaltung ist die Gestaltung unbebauter öffentlicher Flächen, wie Parks, Sportplätze, Freizeitanlagen, Plätze und Gartenanlagen. Unter Landschaftsarchitektur versteht man die Planung dieser öffentlichen Freiräume und Freiflächen im ländlichen und urbanen Raum. Landschaftsarchitektur ist eine ästhetisch-künstlerische Disziplin, basierend auf naturwissenschaftlichen wie technischen Grundlagen, deren zentrales Ziel es ist, ökologisch und sozial intakte Lebensumwelten zu erhalten und zu erschaffen.

In der Stadt wird der Begriff „Freiraumplanung” als synonym zu Landschaftsgestaltung und Landschaftsarchitektur verwendet. Freiraumplanung beschreibt aber die Landschaftsgestaltung in Siedlungsbereichen, durch die räumlichen Planung ein ausgewogenes Verhältnis von Siedlungsflächen und Freiräumen herstellen und erhalten. Sie unterliegt, genauso wie die Landschaftsplanung den Zielen der Raumordnung unter Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes.

 
Bei der Landschaftsgestaltung und der Landschaftsplanung wird oft die Natur als Vorbild genommen, geformt und erschaffen und unterliegt menschlicher Kreation und Schaffenskraft, sowie den Vorstellungen und Vorgaben der historischen Epochen. Landschaftsplaner haben durch die Landschaftsgestaltung vieles erschaffen, was uns Menschen erfreut und begeistert. Viele sind bereits durch historische Parks gegangen, haben Irrgärten bewundert, oder haben sich beim Autofahren auch „nur“ an schattenspendenden Allebäumen erfreut. Landschaftsarchitektur und Raumordnungskonzepte bilden die Grundlage für Erholungsparks und Grünflächen. Sie ermöglicht die Erhaltung von Tierreservaten und die Erschaffung von Landschaftsschutzgebieten weltweit.


Die Landschaftsarchitektur beruht historisch betrachtet, auf der städtischen Grünplanung. Sie entwickelte sich aus dem künstlerischer Städtebau und der Stadtplanung. In der regionalen Landschaftsentwicklung wurden daraus Ortsbildverschönerung und Landschaftsplanung. Die Landschaftsplanung sollte ursprünglich dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der Natur, als Lebensgrundlage des Menschen, zu erhalten, und im Schadensfall wieder herzustellen und langfristig zu sichern. Der Landschaftsplanung kommt aber neben ihrer ursprünglichen Funktion des Naturschutzes auch immer mehr die Rolle zu, die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen möglichst ökologisch nachhaltig und verträglich mitzugestalten.

 
Im Unterschied zur Architektur sind die Gestaltungselemente der Landschaftsarchitektur abgesehen von Pflanzen und Wasser, Bodenbeläge aus Kunststein, Pflasterstein und Holz, und deren Oberflächengestaltung und raumteilende Elemente wie Hecken, Mauern und Pergolen. Gestaltungselemente, wie sie auch in der Gartengestaltung zu finden sind. Landschaftsarchitektonische Räume verändern sich durch den Einsatz von dynamischer Vegetation ständig und sind im Gegensatz zu architektonischen Räumen „nie fertig“ oder in ihrer Entwicklung abgeschlossen.

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